Hanf-WissenTeil IIIWarum mein Hanfblütentee nicht high macht und warum es gar nichts bringt, meine Hanfyogakleidung zu rauchen. Von CBD, THC und was sonst noch in der Pflanze steckt.

Immer wieder treffen wir auf Menschen, die unseren Hanfblütentee zum allererstem Mal sehen und die sich auch ansonsten eigentlich nie mit dieser Thematik – also Hanf, Verarbeitung, Konsum in unterschiedlichster Form, usw. – auseinandergesetzt haben. Sie holen eine der getrockneten, wunderschönen Blüten aus der Tüte und sehen uns dann voller Erstaunen an. „Sagt mal, ist das euer Ernst?“, kommt die entgeisterte Frage. „Und das ist wirklich legal? Das ist Tee? Was denn für Tee, werde ich gleich „ein bisschen fliegen“ wenn ich den trinke?“ Und dann geht das Gekichere los, wie bei Teenagern, die heimlich was verbotenes machen. Aber gut, wer will es ihnen verdenken? Sehr viele Menschen wissen einfach nicht, dass es ein bestimmtes Cannabinoid, also einen bestimmten Bestandteil von Cannabis braucht, um high zu werden (oder eben, um „zu fliegen“). Genau der fehlt aber in unserem Tee. Ja richtig, das THC. Von dem haben die meisten Menschen dann doch schon mal gehört. Aber wenn man sich nie näher mit dem Ganzen beschäftigt hat, weiß man eben vielleicht nicht, dass nicht in jeder Cannabisblüte und nicht in jeder Hanfpflanze THC steckt. Wie z.B. im Industriehanf.
Der Industriehanf wird, wie der Name schon vermuten lässt, gezüchtet und angebaut, um ihn für industrielle Zwecke zu nutzen. Die Fasern dieser Hanfsorte werden verwendet, um Seile und Taue herzustellen. Auch Dämmmaterial für den Hausbau wird daraus fabriziert. Oder, sehr fein gesponnen werden sie zum Grundmaterial für Hanfkleidung und generell Hanf-Textilien. Aus den Wurzeln lassen sich Tinkturen herstellen, Blätter und Blüten werden getrocknet und als Tee genutzt. Aus den Samen des Industrie- oder Nutzhanfes wird das wertvolle Hanfsamenöl gepresst oder sie werden geschält und können pur verzehrt werden. All das und noch viel mehr kann genutzt werden, ohne davon im geringsten high zu werden. Weil im Nutzhanf kein THC gebildet wird – oder nur in verschwindend geringer Menge, d.h. unter 0,2%. Was allerdings sowohl im Industriehanf als auch teilweise in anderen Hanfsorten zu finden ist, sind Cannabinoide wie CBDa, CBGa, CBNa, CBCa und viele weitere, welche sozusagen die saure Vorstufe von CBD, CBG usw. bilden. Diese sind derzeit aufgrund ihres Nutzens für unsere Gesundheit immer mehr im Gespräch, wirken nicht berauschend und fallen somit auch nicht unter das Betäubungsmittelgesetz (THC aber schon, nur um das nochmal ganz klar zu stellen). In einem speziellen Extraktionsverfahren – meist wird hier die „superkritische CO2 Extraktion“ angewandt (das haben Sie vielleicht schonmal auf so einem Fläschchen gelesen) – werden die Stoffe aus der Pflanze gelöst und dann weiterverarbeitet. So entstehen beispielsweise auch die CBD Öle, die bei uns im Shop zu finden sind. In wieweit wir dann einen Nutzen davon haben – ob auf medizinischer Ebene oder einfach für das allgemeine Wohlbefinden, hängt sehr stark von der Konzentration ab. Für medizinische Zwecke werden z.B. CBD Extrakte mit 30% oder auch 50% CBD genutzt. Für den alltäglichen Gebrauch um kleinere Unpässlichkeiten wie unterschiedliche Stresssymptome, Magenbeschwerden, Hüftschmerzen oder ähnliches quasi in Eigenregie zu behandeln – so wie man das auch von anderen pflanzlichen Heilmitteln (z.B. Bachblüten) kennt – reicht meist eine geringere Konzentration von 5% oder 10% schon aus. Die Forschung steht hier noch recht am Anfang, obwohl es mittlerweile gerade beim CBD einige anerkannte Studien gibt, in denen die Wirksamkeit nachgewiesen wird.
In unserem Hanfblütentee lässt sich auch CBD finden, in einer geringen Konzentration (ca. 3,7%). Einige Kunden berichteten uns von einer sehr wohltuenden, entspannenden Wirkung.
Aber high geworden ist davon noch niemand – und jetzt wissen Sie ja auch, warum.

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